Der Adventskalender Marathon

Es ist wieder soweit. Morgen ist der erste Dezember und die Zeit der täglichen Überraschungen ist eröffnet. Das gilt nicht nur für Kinder oder jung gebliebene Erwachsene sondern auch für unsere Haustiere. So gibt es bereits den Katzen Adventskalender welcher ein Leckerli für jeden Tag bereit hält.

Ich persönlich habe einmal Google bemüht um herauszufinden, welche Adventskalender in diesem Jahr in einer Online Version zu finden sind. Und es sind nicht wenige. Es sind sogar unheimlich viele!

So viele, dass man beinahe schon einen Marathonlauf abhalten muss um alle Türchen eines Tages öffnen zu können. Da gibt es Kalender speziell für Kinder, Kalender mit diversen Inhalten wie Basteltipps, Rezepte und Geschichten, Kalender mit Preisen, Kalender bei denen es etwas zum Knoblen gibt oder der Kalender mit täglichen Downloads.

Hier mal meine «Best Of» Liste von Adventskalendern bei denen ich täglich vorbei schauen werde. Falls jemand noch weitere Kalender kennt kann er diese gerne als Kommentar anfügen.

Hier geht es zum aktuellsten Adventskalender Marathon

  • AdvenZkalender
    Kategorie: Diverses
    Herrlich animierter Flash Kalender, welcher sich der aktuellen Tageszeit anpasst. Je nach Uhrzeit erlebt man immer wieder etwas neues. Und natürlich gibt es neben den ständig ädernden Animationen auch die Türchen. Laut Betreiber finden sich dahinter einfache Rezepte (welche man als PDF herunterladen kann), Geschenktipps Bastelanleitungen und dergleichen.
  • Uli Stein Adventskalender
    Kategorie: Cartoon
    Jeden Tag kann findet man einen Cartoon von Uli Stein hinter dem Türchen
  • Kerstin Sell’s Adventskalender
    Kategorie: Diverses
    Auch dieses Jahr bietet Kerstin Sell einen Kalender an, welchen Sie zusammen mit anderen Freiwilligen zusammenstellt. Was sich hinter den Türchen finden wird muss jeder selber herausfinden 🙂
  • Der literarische Adventskalender
    Kategorie: Lesestoff
    Bei diesem Kalender werden 24 Ausschnitte aus 24 nie geschriebenen Romanen präsentiert. Ein Kalender für Leseratten.
  • Hoppsala Kalender
    Kategorie: Kinder, Preise
    Der Hoppsala Kalender bietet jeden Tag liebevolle Überraschungen und tolle Preise. Übrigens der 2006er Kalender ist ebenfalls Online und beinhaltet für jeden Tag eine Geschichte, welche man seinem Kind vorlesen kann.
  • Akademischer Adventskalender
    Kategorie: Erwachsene, Preise
    Dieser Kalender der Ruhr-Universität Bochum behandelt Täglich Orte und Regionen aus der Zeit Jesu. Jeweils Dienstags darf man selber erraten wo sich der Ort befindet. Zu gewinnen gibt es dann Bücher zum Thema.
  • Der Mathekalender
    Kategorie: Knobeln, Preise
    Bei diesem Kalender muss man arbeiten! Täglich ab 18:00 Uhr öffnet sich ein Türchen. Dann hat man 6 Stunden Zeit um es ohne Zeitdruck zu lösen. Ab Mitternacht «zählt» dann jede Minute welche man zum lösen benötigt. Ab Januar wird ein Lösungsbüchlein bereitgestellt und die Gewinner ausgelost. Zu gewinnen gibt es Sachpreise wie etwa einen Laptop, ein Handy oder einen iPod.
  • Kinder Weihnachten Adventskalender
    Kategorie: Kinder, Diverses, Preise
    Dieser Kalender bietet leckere Rezepte, interessante Tipps rund um Weihnachten, tolle Buchvorschläge und noch viel viel mehr. Zu gewinnen gibt es Sachpreise wie etwa tolle Fremdsprachen Lernbücher, Malstifte, eine Dampflock, CD’s und und und.
  • Chip Adventskalender
    Kategorie: Computer, Freebies, Preise
    Jeden Tag gibt es tolle Dinge zum kostenlosen herunterladen. Etwa exklusive Vollversionen, Sonderhefte und Bücher. Ausserdem gibt es spannende Geschenke im Wert von rund 500 Euro.
  • For Me Adventskalender
    Kategorie: Diverses
    Adventskalender, welcher bereits seit dem 27. November Türchen anbietet. Dahinter verbergen sich Geschenktipps, Flash Spiele und weitere Überraschungen.
  • Jamadu Adventskalender
    Kategorie: Kinder
    Basteltipps, Backrezepte, Spiele, Lieder und vieles mehr verbirgt sich hinter den 24 Türchen den Jamadu Kalenders.



Ausflug zum «Planeta Magic»

ngg_shortcode_0_placeholder «Planeta» ist spanisch und bedeutet Planet. «Magic» ist englisch und bedeutet magisch. Frei übersetzt, waren wir also am letzten Wochenende auf dem magischen Planeten zu Gast.

Nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, die Eggers hätten einen eigenen Space Shuttle… Nein, der magische Planet befindet sich gar nicht ‹mal so weit von unserem Domizil entfernt, in Wädenswil ZH. Wenn der intergalaktische Verkehr es zulässt (sprich der Seedamm nicht gerade wieder verstopft ist) sind es gerade einmal 30 Auto-Minuten von Rüti entfernt.

Etwas versteckt von der Hauptstrasse findet man das rote Gebäude in welchem sich der Traum aller 1-12 Jährigen befindet, das Planeta Magic. Hüpfen, rennen, springen und toben ist hier ausdrücklich erlaubt! Da gibt es zum Bleistift eine riesige Hüpf-Unterwasserwelt, einen Bereich mit 6 Trampolinen, Kugelbecken, Tunnels und viele Möglichkeiten sich zu verstecken.

Aber auch an die kleinsten wurde gedacht. In einem Babybereich, welcher für Eltern einfach zugänglich ist, können die kleinsten in das Plastikkugelbecken eintauchen oder nach Herzenslust auf einem kleinen Spielplatz mit weichen Kunststofffiguren spielen.

ngg_shortcode_1_placeholder Natürlich hat es Nina im «Planet Mini» am besten gefallen, da hier das Risiko überrannt zu werden nicht gegeben war. Wer schon grössere Kinder hat, der kann entweder vom Bistro aus zusehen wie die Racker am toben sind oder sich auf eines der Bänke in der Nähe der jeweiligen Attraktionen hinsetzen und die kleinen anspornen.

Und wer jetzt schon voller Panik den mühsam erwirtschafteten Wochenlohn richtung Spielparadies abwandern sieht, der kann beruhigt werden. Für zwei Erwachsene (Katja und ich) sowie für Nina haben wir gerade einmal Null CHF bezahlt. Ganz richtig, Begleitpersonen und Kinder unter einem Jahr bezahlen keinen Eintritt. Alle anderen bezahlen bis zum zwölften Lebensjahr moderate 12 Franken.

Jetzt vermuten natürlich schon wieder einige Schwarzseher, dass die Abzocke dann wohl im Bistro stattfinden muss, zumal man kein selbst mitgebrachtes Essen verköstigen darf. Aber auch hier darf ich diese ewig Nörgler enttäuschen. So haben Katja und ich jeweils ein Pärchen «Wienerli» mit Brot und Ketchup sowie jeweils eine Coke Zero gekauft und pro Person gerade einmal 8.30 CHF bezahlt. Dafür kriegt man anderen Ortes gerade einmal ein Stückchen Kuchen und das Getränk darf man sich vorstellen!

Unser Fazit lautet daher: Das Planeta Magic ist definitiv einen Besuch Wert! Nach 4.5 Stunden dauertoben wird auch das aktivste Kind so sanft wie ein Lämmchen schlafen!

In der Bildergalerie gibt es übrigens noch weitere Bilder vom Ausflug.




It was cool man!

Im Jahre 1993 lancierte Milka einen neuen Werbespot für das «Milka Fresh» Produkt. Einem Schokoriegel mit Minzefüllung.

Ah ein Stadtmensch,
Sie glauben wohl auch das wir hier oben auf den Bergen etwas altmodisch sind … aber das stimmt nicht – wir haben das neue Milka Fresh erfunden… da ist Minze drin… in einer knackigen Füllung… aber Vorsicht… It’s cool man!!

Der sympathische Bergler eroberte das TV Publikum mit seinem «cool man» im Sturm. Schon kurz darauf folgten zwei «umz umz» Singles «I’ts cool man» und «Geierwally«.

Vor ein paar Jahren widmete ihm dann sogar das Schweizer Fernsehen eine eigene DOK Sendung. Schade dass man Online keine Informationen mehr dazu findet. Die Sendung zeigte den Alltag von Peter Steiner und einiger seiner Kinder. Auch erfuhr man in der Dokumentation, dass Peter Steiner eine Vorliebe für romanische, französische und italienische Lieder hegte.

Hier ist ein Ausschnitt eines solchen Liedes, das sich auf seiner «I’ts cool man» Single findet (ja, ich habe mir die CD damals auch gekauft 😳 )

Leider verstarb Peter Steiner am letzten Montag, dem 12. November im Alter von 90 Jahren an einem Schwächeanfall. Wie seine Kinder mitteilten war es ihm vergönnt, sanft und ruhig einzuschlafen. Trauriger hingegen ist jedoch, dass die Firma Kraft Foods weder auf der Milka Webseite noch auf der Firmen Homepage ein Wort dazu verliert. Man sollte doch meinen, dass ein Sympathieträger, welcher die Marke Milka derart gepuscht hat, zumindest einige Zeilen in den Pressemitteilungen Wert wäre…

Wie dem auch sei. Auf das auch mal meine Enkel zu mir sagen werden «bist cool man!»




Was bin ich Wert?

$4825.00The Cadaver Calculator – Find out how much your body is worth.

Looking for payday loans?

Etwas makaber, aber was soll’s 😉 Mit meiner Lebensweise ist mein Körper demnach 4825$ Wert. Das sind umgerechnet (Tageskurs 13. Nov; 1.1247) 5’426.70 Schweizer Franken. Nicht gerade berauschend. Dafür gibt es gerade mal ein mittelmässiges Occasions Auto. Aber Hey, schliesslich bin ich auch nicht mehr neu und bereits gebraucht…

Gefunden bei Bloggingtom.




Mis Sturmg’wehr

Mein Sturmgewehr habe ich bereits vor einigen Jahren abgegeben. Traurig war ich eigentlich nicht obwohl ich ein solches Gerät hoch interessant finde. Am liebsten hatte ich das Sturmgewehr in Einzelteilen vor mir liegen. Sogar das schiessen hat mir – zumindest in der RS – spass gemacht. Als es dann zur jährlichen Pflicht wurde war die Begeisterung relativ schnell einer Langeweile gewichen.

Wie dem auch sei. Auf youtube habe ich doch glatt ein Mundart Lied gefunden welches sich mit dem Sturmgewehr und der SVP auseinander setzt. Der Autor dieses Liedes schreibt als Kommentar zu seinem Lied:

Die Musik zum schweizerischen Wahlkampf 2007:
Phantasielos und jeden Tag etwas blöder

Auf witzige Weise bringt der Liedermacher seine Meinung zum Wahlkampf 2007 und der SVP im speziellen zum Ausdruck. Schade, dass ich das Ding nicht eher gefunden habe. Vielleicht hätte man das gute Stück als Gegenbewegung zu dem ganzen SVP blah blah positionieren können.

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Harry Potter’s Ende ist nah!

Das Ende von Harry Potter ist besiegelt. Zumindest was die Buchreihe anbelangt. Am Wochenende ist das Buch offiziell verkauft worden und natürlich habe auch ich ein Exemplar von meinem Schatz erhalten. Leider hatte ich gestern nur gerade 2 Stunden Zeit, so dass ich bislang erst 100 Seiten lesen konnte.

Und bereits in diesen 100 Seiten muss Harry eine wilde Verfolgungsjagd überstehen, einen treuen Wegbegleiter für immer verabschieden und sich wieder einmal heftigst über einen Artikel im Tagespropheten aufregen.

Das bisherige Buch ist meiner Meinung nach das düsterste Buch überhaupt. Für Kinder unter 15 Jahren ist es eher nicht geeignet. Es macht tatsächlich Sinn die Potter Bücher über mehrere Jahre hinweg zu lesen. Denn nur so wächst man wohldosiert in die – ich nenn es jetzt einfach mal so – brutalität hinein.

Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr dieser – mir ans Herz gewachsenen – Figuren das Leben verlieren müssen. Wer bislang noch nie ein Buch gelesen hat, der sollte wirklich erst mit Band 1 beginnen. Wer die anderen Bücher bereits gelesen hat, der wird sowieso den neusten Band kaufen. Ein tolles Preis/Leistungs Verhältnis hat meiner Meinung nach der Weltbild Verlag. Dort erhält man das Buch für 29.90 CHF.




Zieht euch warm an…

Der Winter naht. Gut, eigentlich wäre der Herbst an der Reihe. Aber wenn schon der Sommer ausgelassen wurde, warum dann nicht gleich einen kurzen Hüpfer direkt zum Winter machen?

Bei diesen eisigen Temperaturen (das Thermometer zeigte heute Nachmittag 3°C ) hat sich Nina für den Spaziergang schon einmal warm angezogen. Wenigstens jemand der sich am Wetter erfreuen kann :mrgreen:

 

Nina zieht sich warm an.




Tinu Heiniger for President

Kennt Ihr Tinu Heiniger? Nein?

Nun, Tinu ist ein Schweizer Liedermacher der seit 30 Jahren Mundart Musik macht. Im Jahre 2002 hat er zusammen mit Stephan Eicher die CD Heimatland herausgebracht. Darauf findet sich das Lied «Zwärgeland».

Dieses Lied ist momentan aktueller den je! Denn der ganze Mist um die aktuellen Wahlen passt wie angegossen zum Liedtext von Zwägeland.

«Hing im Ten git’s Cafi Träsch, zahlä bis zum nächstä crash! Ueli lah dä Grin nid hangä, Vreeeni bring ihm nah eh stangä… Und für miii dä Suntigs Blick! Prost, Bananärepublik!»

«Liebi Frouä, liebi Zwärge.. Gloubä, hoffnig, liebi, Bärgä… mir hei müässä z’bodä gah… jetzt zum bättä weimär stah…»

Das ganze Lied strotzt nur so von Andeutungen. Und obwohl 5 Jahre alt, ist es meiner Meinung nach wieder top aktuell! Und da man bekanntlich die Leute an die Spitze wählen sollte, welche einem aus dem Herzen sprechen 😆 bin ich dafür, dass Tinu Heiniger einizger Machthaber der Schweiz wird! Prost!

Achja, hier ein kurzer (absichtlich Qualitätsverminderter!) Ausschnitt aus dem Lied. Das Original kann man z.B. für 1.50 CHF bei Exlibris herunterladen.




Sunrise: Neues Logo, 3000 Prozentige Preiserhöhung!

Sunrise LogoSeit mittlerweile einer Woche hat Sunrise ein neues Logo, eine neu gestaltete Website und neue Tarife. Alles ist jetzt neu, einfacher, besser und übersichtlicher geworden. So steht es denn auch in den Medienmitteilungen von Sunrise.

Zürich, 04.10.2007 – Neue Farben und eine massive Vereinfachung der Mobilfunktarife stehen am Anfang des neuen Markenauftritts von Sunrise. Das Mobilfunkangebot besteht ab heute aus vier Preisplänen ohne Grundgebühr. Dazu kommen Minutenpreise ab 15 Rappen, SMS für 10 Rappen und kostenloses Abhören der Sunrise mailbox.

Hört sich schön an, ist es aber nicht. Zumindest für Neukunden…

Denn wo früher ein Sunrise Relax Pronto bei den Prepaid Kunden dafür gesorgt hat, dass man für 0.49 CHF eine ganze Stunde mit dem Handy in das Festnetz oder Sunrise Mobilnetz telefonieren konnte, gibt es nun nur noch das Sunrise go genannte Produkt mit einem Minutentarif von 0.25 CHF.

Hierzu mal ein Tabellarischer Vergleich der alten und neuen Tarife:

Sunrise Prepaid Tarifvergleich

Telefoniert man also mit dem Handy 90 Minuten lang mit seiner Oma in das Festnetz, so bezahlte man früher 0.98 CHF für dieses Gespräch. Mit Sunrise go kostet der selbe Spass nun 22.50 CHF! Das entspricht einem preislichen Unterschied von 2300% (Die 3000% im Titel beziehen sich jeweils auf eine ganze Stunde.)!

Wer jetzt jedoch in voller Panik Zeter und Mordio schreiend die Sunrise kontaktieren will, der sollte sich zuerst einmal einen Moment abkühlen. Denn diese Preise gelten wie gesagt nur für Neukunden. Wer – wie ich – vorher schon das Sunrise Relax Pronto Abonnement hatte, der führt das alte Abo – vorerst – ganz normal weiter zu den alten Konditionen.

Die Hinweise dazu finden sich allerdings schön versteckt in der Pressemitteilung und der Übersicht über die alten Abos.

Aus der Pressemitteilung

Kunden können einfach wechseln
Kunden mit einem laufenden Abo können telefonisch, via Internet oder in einem Sunrise center wechseln. Ein Muss ist das aber nicht. Wer bei auslaufendem Vertrag von einem Treueangebot profitieren will, kann in den meisten Fällen zwischen einem neuen Angebot oder der Weiterführung seines bestehenden Vertrags wählen.

Auf der Übersichtseite

Hier finden Sie jene Sunrise Prepaid-Produkte, die für Neukunden nicht mehr erhältlich sind, aber von bestehenden Kunden weiterhin genutzt werden können.

War die Sunrise bisher eine echte Alternative für Menschen mit dem Bedarf nach einem Prepaid Abo, so ist sie es spätestens seit dem 4. Oktober nicht mehr.




Früher war alles besser, oder?

Momentan ist retro ja Kult. Man findet wieder Dinge wie Tiki ganz vorne am Kiosk, holt sich die Urzeitkrebse statt aus dem YPS Heft entweder aus der Mickey Mouse oder kauft einen Triops Kosmos Kasten. Und irgendwie fühlt man sich durch diese Produkte in eine andere Zeit versetzt.

Damals waren die Weihnachten noch weiss, die Winter waren kalt und überhaupt war alles irgendwie übersichtlicher, beschaulicher und besser.

Ich gebe zu, auch ich schwelge immer wieder mal gerne in der guten alten Zeit. Besonders wenn es um Spiele geht. So kann ich auch heute noch z.B. ein Monkey Island 1 hervorkramen und mich einige Stunden damit beschäftigen. Und trotz all der Jahre, welche das Spiel auf dem Buckel hat, macht es mir oft mehr Spass als viele der aktuellen Spiele.

Und dann denkt man z.B. darüber nach wie das früher so mit den Spielen war, dass man z.B. (mangels Internet) tagelang herumgetüftelt hat, wie man denn nun weiter kommt im Spiel, dass man zusammen mit Freunden gespielt hat, in der Hoffnung der andere findet etwas neues heraus. Und irgendwie kommt in solch einem Moment das Gefühl hoch, dass es damals wirklich besser war.

Aber halt, war dem wirklich so? War wirklich alles besser? Nun, ich sage es mal so… Früher war vieles anders. Aber ob es besser war?

Ein Beispiel:

Am Wochenende habe ich mal meine alte Hardware durchgekramt um untaugliches und kaputtes endlich einmal zu entsorgen. Irgendwann hatte ich genügend Teile beisammen um einen Rechner zusammenzubauen. Schlussendlich hatte ich wieder einen Pentium I mit 90MHz, 32 MB RAM, CDROM, einer 10GB Harddisk sowie jeweils einer ISA Sound- und Netzwerkkarte drinn.

Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das zusammenstellen diesmal super einfach war. Kein Wunder! Mit den heutigen Suchmöglichkeiten findet man mit ein paar Angaben des Chips ohne Probleme den dazugehörigen Hersteller (Hey, früher wurden Karten gemacht bei denen Nur irgend eine Produkte Nummer drauf war OHNE irgend eine Produktbezeichnung oder eine Herstellerangabe!!!). Danach ein wenig in dessen Archiv gestöbert und schon hat man die benötigten Treiber oder Spezifikationen in den Händen.

Mein Gott was habe ich früher noch geflucht, wenn ich wieder mal so eine NoName Karte hatte (und auch die grossen fanden keinen Bedarf für das «Branding» Ihrer Produkte!) und mich dann alleine mit der FCC-ID (Eindeutige ID der amerikanischen Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte) nach einem möglichen Hersteller auf die Suche begeben musste. Da ist es heute WESENTLICH einfacher!

Nachdem ich also wusste, was für Hardware in meinem Rechner verbaut war, ging es an das Konfigurieren. Und da offenbarte sich mir wieder die ganze Gewalt der damaligen mühseligen Arbeit. Denn obwohl z.B. meine ISA Netzwerkkarte eine Plug and Play Karte ist, heisst das noch lange nicht, dass man die Karte «einpluggt» und danach «losplayen» kann. Plug and Play bezog sich in den Anfängen nämlich eher auf die Tatsache, dass man z.B. die IRQ oder Basis Adressen einer Karte nicht mehr mittels Jumper verstellen musste (Karte ausbauen, Jumper verstellen, Karte einbauen) sondern dass man das nun Softwaremässig erledigen konnte.

In meinem Fall bedeutete dies:

  • Linux starten
  • freie Basisadresse finden (cat /proc/ioports)
  • Specs lesen welche IO Ports überhaupt verwendet werden können
  • Herstellerseite besuchen
  • Diagnose Diskette saugen
  • Diskette booten
  • Im Config Manager den IO Port (Softwaremässig) umstellen
  • linux booten
  • Kernel Docus lesen um herauszufinden welche Optionen man dem Treiber-Modul übergeben kann/muss.
  • isapnpdump nutzen um eine Konfiguration zu erstellen.
  • Konfiguration händisch anpassen
  • Kernelmodule laden
  • Netzwerkkarte endlich nutzen

Und heute?

  • Linux starten

Die IRQ’s IRQ-, DMA’s DMA- und Basisadressen werden automatisch verteilt und die Karte wird dank modularem Kernel mit autoload Funktion automatisch erkannt und geladen.